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Zum 1.1.2015 wurde der zusätzlich zum allgemeinen Beitragssatz von 14,6 % erhobene Sonderbeitrag von 0,9 % durch kassenindividuelle Zusatzbeiträge abgelöst. Der Arbeitgeberanteil ist bei 7,3 % eingefroren, d.h. künftige Belastungen gehen alleine auf Kosten des Versicherten. Anders als von der Politik erhofft, konnten nur wenige Kassen ihren Beitrag signifikant senken: Für die Mehrzahl der GKV-Versicherten bleibt es unterm Strich bei 15,5 %.

 

Im Beitragssatz enthalten sind bereits Subventionen von mehreren Milliarden durch den Steuerzahler, deren Höhe das Bundesministerium für Finanzen für die Zukunft bereits in Frage gestellt hat. Durch die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze und gestiegene Beiträge in der Pflegeversicherung erreicht der GKV-Höchstbeitrag ein neues Allzeithoch von 746,63 €.

 

Auch Vertreter der Kassen und weitere Experten haben sich zu Wort gemeldet:

 

Dr. Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes (Berliner Zeitung):

  • - "Klar ist aber, dass schon jetzt die Ausgaben schneller steigen als die Einnahmen. Noch gibt es bei Kassen
       und im  Gesundheitsfonds erhebliche Rücklagen. Aber die werden schmelzen wie Schnee in der Sonne."
  • - "Es ist eine Reihe von Reformen geplant, die ab 2016 die Ausgaben treiben werden (...). Zusätzlich zu der bereits
       vorhandenen Ausgabendynamik wird das die Ausgaben 2016 um rund 1,3 Milliarden Euro erhöhen. 2017 kommt
       dann noch bis zu einer Milliarde hinzu."

Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse (dpa):

  • - "Es wird teurer, das ist die Wahrheit".

Nach den Berechnungen des Gesundheitsökonoms Prof. Dr. Jürgen Wasem wird für 2016 der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei 1,15 % liegen, 2017 sogar bei 1,4 %, berichtet der Spiegel.

 

Beitragssteigerung durch Pflegeversicherung und höhere Beitragsbemessungsgrenze

Der Beitragssatz zur gesetzlichen Pflegeversicherung ist zum 1. Januar durch das 1. Pflegestärkungsgesetz um 0,3 Prozentpunkte gestiegen: auf 2,35 % (bzw. 2,6 % für Kinderlose). Bei einem Verdienst oberhalb der ebenfalls gestiegenen Beitragsbemessungsgrenze (4.125 € monatlich; 2014: 4.050 €) beträgt der Beitrag für die Pflege nun 96,94 € bzw. 107,25 €.

 

Der GKV-Höchstbeitrag steigt selbst bei einem unveränderten Beitragssatz von 15,5% zzgl. Pflegeversicherung auf monatlich 736,31 € (2014: 710,78 €) bzw. 746,63 € für Kinderlose (2014: 720,90 €).

 

Quelle: Infoservice der Hallesche Krankenversicherung

 

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